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„Paper Princess. Die Versuchung“ von Erin Watt

Veröffentlicht: 23. März 2017

Werbung*: Kennt ihr schon „Paper Princess“? Es steht auf der Spiegel Paperback-Bestsellerliste und wird aktuell sehr viel besprochen. Ich bin natürlich auch nicht drum herum gekommen und habe es in einem Rutsch gelesen. Wenn ihr New Adult, Cinderella-ähnliche Bücher und Elle Kennedy mögt, dann schaut euch dieses Buch an.

Die Autorinnen – das Pseudonym hinter Erin Watt

Ich liebe das Young und New Adult-Genre und nachdem ich gehört habe, wer hinter „Erin Watt“ steht – da war alles glasklar und ich wollte dieses Buch lesen. Hier und sofort. Für alle, die es eventuell noch nicht wissen: Hinter Erin Watt verbergen sich zwei Autorinnen, deren Namen ihr vielleicht schon mal gehört habt: Elle Kennedy (z. B. Off Campus-Reihe) und Jen Frederick (z. B. In the City-Reihe). Die beiden lernten sich über das Internet kennen. Richtig in Kontakt kamen sie, als Elle die liebe Jen fragte, ob sie „The Deal“ testlesen möchte. Und so entwickelte sich eine Freundschaft und der Wunsch gemeinsam etwas zu schreiben. Anschließend wurde das Pseudonym „Erin Watt“ geboren.
(Ein englisches Interview über die beiden und wie sie zusammen gefunden haben, könnt ihr [hier] nachlesen)

Von einer unterschätzten Cinderella und ihrer neuen Familie

„Paper Princess“ kommt mit einem wahnsinnig schönen Cover daher, das hochwertig in der Hand liegt und ein wenig glitzert. Es fällt einfach sofort ins Auge und passt ebenso gut zur Geschichte. In „Paper Princess“ geht es um die 17-jährigen Vollwaise Ella, die sich mit Nebenjobs finanziert und gerade so über die Runden kommt bis plötzlich der ihr unbekannte Callum Royal auftaucht. Callum behauptet der beste Freund ihres verstorbenen Vaters gewesen zu sein und nimmt sie ganz ungefragt mit zu sich. So landet Ella in der sehr wohlhabenden Familie „Royal“ und sieht sich plötzlich mit den fünf Söhnen und noch ganz anderen Problemen konfrontiert.

Wie ihr vielleicht schon an dieser kurzen Beschreibung bemerkt, ist Ella natürlich keine „Princess“ – sondern eher eine Art ungewollte CinderELLA. Sie ist einerseits ein starker Charakter, der sich nichts gefallen lässt und gleichzeitig auch eine Menge Drama um sich herum verursacht. Andererseits war manches an ihr für mich etwas schwer zu glauben, denn obwohl dieses Buch auf der High School spielt, nimmt das Thema Sex eine vergleichsweise große Rolle ein. Das fängt schon damit an, dass Ella in der Identität ihrer Mutter als Stripperin nebenbei an der Stange arbeitet und alten Herren den Kopf verdreht. Hätte sie nicht einfach bei McDonalds Burger braten können? Dennoch mochte ich sie von allen Charakteren doch am liebsten. Die Brüder bleiben nämlich eher blass und ohne besondere Merkmale. Sie sind alle muskulös, heiß, reich und vordergründig der Typ „arrogantes Arschloch“. Ein paar weniger von dieser Männersorte hätten es ja auch getan. Mir gefiel allerdings wie Ella mit den Jungs umging, sie verändert sich für niemanden und ist auch nicht auf den Mund gefallen.

In „Paper Princess“ findet ihr neben Ella und den fünf Royal-Söhnen natürlich auch Partys, High-School-Leben, knisternde Teenieliebe, neue Freundschaften, aber auch Betrug, Rache und fiese Schüler-Streiche. Insgesamt erinnert mich dieses Buch sehr stark an die Fallen Crest High-Bücher von Tijan mit einer kleinen Portion von Abbi Glines „Rush of Love“. Das ist aber absolut unproblematisch für mich gewesen, denn ich mag die beiden genannten Reihen gern und Cinderella-Anlehnungen sowieso.

Wie von den anderen Büchern des Autorenduos gewohnt, liest sich auch „Paper Princess“ unheimlich gut. Der Schreibstil ist absolut fließend und ich konnte an keiner Stelle sagen, dass ich die Handschrift einer der Autorinnen erkannt hätte. Alles fügt sich gut ineinander. Dazu ist es spannend aus der Ich-Perspektive geschrieben und besonders die erste Hälfte gefiel mir richtig gut. Dann wird es leider etwas zäher, bekommt zu wenig Tiefgang und bringt damit Augenroll-Potential mit. Doch es liest sich alles schnell, sodass man plötzlich am Ende ist und einen echt fiesen Cliffhanger präsentiert bekommt. Jetzt heißt es warten bis die weiteren Bücher erscheinen.

Fazit

„Paper Princess“ bringt uns knisternde Momente, unterhaltsame Lesestunden und einen Schreibstil mit Suchtpotential. Auch wenn das Buch klischeebehaftet ist, kann ich den ersten Teil der Reihe jedem empfehlen, der gerne New Adult liest und eine Protagonistin mag, die sich nicht alles gefallen lässt.

Zum Buch

Paper Princess: Die Versuchung (Paper-Reihe 1)
Von Erin Watt
Paperback erhältlich seit 01. März 2017
Seitenzahl: 384
Verlag: Piper

Paper Reihe Erin Watt Piper Verlag Rezension Blog Tintentick Foto

Zu „Werbung*“: Das Buch in diesem Blogbeitrag wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Beitrag enthält aber trotzdem meine eigene Meinung.

2 Kommentare

  • Anonym 31. März 2017 at 9:06

    Danke für die Buchbesprechung. Das Buch möchte ich auch noch lesen. Fallen Crest High kenne ich auch. Dann bin ich mal gespannt wie ähnlich sich die Bücher sind!
    LG
    Anna

    Antworten
  • Elena Tintentick 1. April 2017 at 18:29

    Hallo Anna,
    vielen Dank für deine Worte. Ich wünsche dir viel Spaß mit "Paper Princess"! Wenn dir Fallen Crest gefallen hat, dann nur zu und los gehts :-)
    Liebe Grüße
    Elena

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