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„Proud to be Sensibelchen“ von Maria Anna Schwarzberg

Veröffentlicht: 3. September 2019

Werbung*: Das Thema „Hochsensibilität“ begegnet mir in letzter Zeit häufiger. Immer wieder tauchen Blogartikel zum Thema auf oder ich entdecke einen Podcast dazu. In „Proud to be Sensibelchen“ schreibt Maria Anna Schwarzberg authentisch über sich, über ihr Leben. Sie ist selbst hochsensibel und berichtet mit viel Herzblut darüber wie sie gelernt hat achtsamer mit sich selbst umzugehen.

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HOCHSENSIBILITÄT: MARIA ANNA SCHWARZBERG SCHREIBT  ÜBER IHR LEBEN

Die Autorin Maria Anna Schwarzberg ist hochsensibel. Wichtig: Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern ein Merkmal der eigenen Persönlichkeit. Eine von fünf Personen ist davon betroffen und reagiert auf Reize aus der Umwelt stärker als nicht hochsensible Menschen.
Maria berichtet in ihrem Buch „Proud to be Sensibelchen“ wie sie herausgefunden hat, dass es eine Bezeichnung für das gibt, was sie täglich wahrnimmt und empfindet – vor allem auch, was sie von anderen Menschen unterscheidet. Mit viel Mut erzählt Maria von ihrer Burnout-Diagnose und der folgenden Therapie, von all den Zweifeln im Alltag und den schönen Augenblicken. Sie gewährt uns ungeschminkte, tiefe Einblicke in ihr Leben und der eigenen Auseinandersetzung mit der Sinnfrage. Sie zeigt wie wichtig es ist für sich selbst einzustehen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und achtsam mit dem eigenen Körper und Geist umzugehen. 

WISSENSCHAFTLICHE UND PERSÖNLICHE ERKENNTNISSE

Maria führt in „Proud to be Sensibelchen“ an das Thema heran, indem sie von der amerikanischen Psychologin Elaine Aron und anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen erzählt. Vor etwa 20 Jahren begann sich Dr. Elaine Aron aufgrund eigener Erfahrungen mit Hochsensibilität zu beschäftigen und ist seither davon überzeugt, dass manche Menschen empfindsamer sind im Vergleich zu Anderen. Solche Personen sind feinfühliger, nehmen ihre Umgebung intensiver wahr und widmen Geschehnissen und Erlebnissen mehr Gedanken als weniger sensible Menschen. Da aber durch die Hochsensibilität der eingebaute Spamfilter, wie Maria es nennt, fehlt, strömen die ganzen Reize ungehindert auf einen ein. Diese Überflutung an Empfindungen beeinflusst die Art zu denken und zu leben. 

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EHRLICH, MUTIG, MITTEN INS HERZ

Marias Buch ist kein Ratgeber im eigentlichen Sinn. Sie will keine vorgefertigten Lösungen für Betroffene anbieten, sondern zeigt ihren Weg zu einem selbstbestimmten, zufriedenen Ich. Sie erzählt ihre Geschichte, teilt ehrlich und offen ihre Gedanken und Erfahrungen mit uns. Ich konnte von der ersten Seite an das Buch nicht zur Seite legen. Ihre Worte berührten mich und lehrten mich Neues. Viele Leser mögen sich in ihren Zeilen wiederfinden, andere Leser animiert das Buch dazu sich selbst zu reflektieren. Denn Sensibilität, Empfindungen, Ziele sind facettenreich. 

Maria zeigt ganz klar auf, dass etwas, das zuerst als Schwäche empfunden wird, etwas Besonderes sein kann. Sie lernt sich selbst zu akzeptieren – und zwar so wie sie ist. Die Erkenntnis sich so zu nehmen wie man ist, sich selbst so zu achten wie man ist, das braucht Zeit. Oft müssen dazu auch erlernte Verhaltensmuster beendet und neue Richtungen beschritten werden. Eins sollte jedoch dabei im Vordergrund stehen: Es ist absolut in Ordnung so intensiv wahrzunehmen. Und es ist mehr als nur in Ordnung so zu sein und so zu leben, dass es dem eigenen Ich gut tut. Der Weg dahin ist kompliziert und kann Angst machen. Aber es muss ja nicht alles wie in einem Roland Emmerich-Film enden. Es kann auch richtig, richtig gut werden.

Fazit

„Proud to be Sensibelchen“ beschreibt Marias persönliche Reise zu mehr Achtsamkeit sich selbst gegenüber und dem Umgang mit ihrer Sensibilität. Sie scheut sich nicht die schlimmen Tage und die schwierigen Entscheidungen so zu beschreiben wie sie waren – voller Tränen, Sorgen und Zweifel. Maria ist ehrlich, authentisch und lässt uns tief in ihr Gefühlsleben blicken. Für diese Offenheit, liebe Maria, danke ich dir von Herzen.  

 

Zum Buch

Proud to be Sensibelchen: Wie ich lernte, meine Hochsensibilität zu lieben
Von Maria Anna Schwarzberg
Erhältlich seit dem 20. August 2019
Seitenzahl: 224

ISBN: 978-3-499-63437-6
Verlag: rororo (Rowohlt Taschenbuch)

 

Mehr von Maria:

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Webseite (und Podcast)

 

Zu „Werbung*“: Das Buch in diesem Blogbeitrag wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Beitrag enthält aber trotzdem meine eigene Meinung.

 

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