Paper Prince Erin Watt 2018 Piper Verlag Rezension Blog Tintentick Foto

„Paper Prince. Das Verlangen“ von Erin Watt

Veröffentlicht: 30. Mai 2017

Werbung*: Im Moment taucht die “Paper-Reihe” überall in den sozialen Medien auf. Nachdem diesen Monat der 3. Teil erschienen ist, lassen sich Paper Princess, Paper Prince und Paper Palace an einem Stück verschlingen. Aber kaum eine andere Reihe spaltet gerade auch die Leserschaft so wie diese Bücher. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass man sie entweder total mag oder furchtbar doof findet. Was ich davon halte und warum Paper Prince Ähnlichkeit mit einem Autounfall hat, das erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest…

Von guten und schlechten Zeiten sowie dem alltäglichen Royal-Wahnsinn

„Paper Prince“ passt nicht nur mit seinem wunderschönen Glitzercover gut zu Band 1, sondern knüpft nahtlos daran an. So tauchen wir Leser sofort wieder in die Welt der Royals ein und alles geht an der Stelle weiter, wo Erin Watt uns ungeduldig zurück ließ.

Verglichen mit „Paper Princess“ weist “Paper Prince” aber eine besondere Veränderung auf, denn dieses Buch ist zusätzlich aus der Sicht von Reed geschrieben und ermöglicht uns Lesern einen etwas tieferen Blick in seine Gedanken und seine Persönlichkeit. Das war klasse und gefiel mir sehr gut. Weniger gelungen fand ich an diesem Teil, dass ich oft das Gefühl hatte, die Handlung würde etwas auf der Stelle traben. Auch die Charaktere bleiben dieselben, eine Charakterentwicklung fand nicht statt – was ich persönlich sehr schade finde und ich mir speziell für Ella gewünscht hätte. Sie tickt jedoch immer noch genau wie in Paper Princess: Von Reed ist sie geradezu besessen, sodass es fast schon lächerlich ist und sobald ihre „Stiefbrüder“ in der Nähe sind, schaltet sich irgendwie ihr Denkapparat aus. Aus einem mir unerfindlichen Grund mag ich Ella trotzdem und immer noch. Mit Reed sieht das ganze ähnlich aus: Er war vorher schon unangenehm arrogant und selbstherrlich, etwas das ich normalerweise nicht mag, aber auch ihm verzeihe ich das Verhalten. Er hat einfach irgendetwas an sich, das ihn interessant macht.

Der Schreibstil begeistert weiterhin und macht es noch einfacher durch die Seiten zu fliegen. Die Autorinnen toben sich aus mit dieser Geschichte um eine total verrückte Familie. All die Geheimnisse, die Andeutungen, überraschenden Wendungen. Atemlos ließ mich dann auch der gemeine Cliffhanger zurück, der uns am Ende erwaretet!

Insgesamt verursacht Band 2 der Paper-Reihe einen fiesen Zwiespalt. Irgendwie kann ich dieses Buch nicht ganz ernst nehmen, was es mir jedoch wiederrum leichter macht über all das Störende hinweg zu sehen. „Paper Prince“ ist klischeegeladen, unrealistisch, einfallslos und an manchen Stellen wirkt die Handlung als wüssten die Autorinnen selbst nicht wohin die Reise gehen soll. Das Drama ist so überzogen, manche Situationen absolut extrem. Und doch… blättert man weiter und weiter. Es ist ein bisschen wie bei einem Autounfall, man bleibt kleben, guckt und ist neugierig. Ich glaube das ist es auch, was „Paper Prince“ ausmacht. Es ist eine Soap-Opera… ein bisschen wie GZSZ auf Speed. Es unterhält ganz einfach wunderbar – wenn man es nicht zu ernst nimmt. Es ist eben nicht vergleichbar mit „The Deal“ oder „The Mistake“ von Elle Kennedy, denn die Paper-Reihe will einfach nicht realistisch und authentisch sein. Tja und daher bin ich auch schon gespannt auf „Paper Palace“ und wie es weiter geht mit Ella, Reed und den anderen Royals.

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Fazit

Das Autorenduo hinter dem Pseudonym „Erin Watt“ schafft hier etwas ganz Spezielles: Total überzogenes Drama, extreme Situationen, unlogisches Verhalten und mittendrin die verrückteste Familie von der ich je gelesen habe. Aber es macht Spaß und wer diese Bücher nicht so ernst nimmt, den wird die soap-opera-ähnliche Paper-Reihe auch begeistern.


Zum Buch

Paper Prince (Paper-Reihe Band 2)
Von Erin Watt (Pseudonym für Elle Kennedy und Jen Frederick), Übersetzer: Ulrike Brauns
Paperback und Ebook erhältlich seit 03. April 2017
Seitenzahl: 368
Verlag: Piper Verlag

Falls ihr jetzt über diese Rezension gestolpert seid und „Paper Princess“ noch nicht kennt, dann findet ihr meine Rezension dazu [hier]. „Paper Princess“ bringt uns knisternde Momente, unterhaltsame Lesestunden und einen Schreibstil mit Suchtpotential. Paper Palace, der 3. Band der Trilogie, ist seit Anfang Mai erhältlich.

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Zu „Werbung*“: Das Buch in diesem Blogbeitrag wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Beitrag enthält aber trotzdem meine eigene Meinung.

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